Artikel von Сергій Петров

Charkiw. Chronik des Angriffs auf die Stadt, der 81. Tag (15.05.2022)

Es gab heute keinen direkten Beschuss der Stadt. Das freut uns. In den Vororten im Norden ist die Lage schwierig – dort gibt es moskowitischen Dauerbeschuss – beschossen werden Prudjanka, Slatyne, Derhatschi sowie Pytomnyk, Rusjka Losowa, beide Tyschky, Petriwka und Tsyrkuny und auch das Dorf Ternowa, das zur Dorfgemeinde Lypetsk gehört.



Charkiw. Chronik des Angriffs auf die Stadt, der 70. Tag (04.05.2022)

Zehn Wochen dauern die moskowitischen Angriffe auf die Stadt. Zehn Wochen lang befindet sich Charkiw unter Beschuss. Man kann diese zehn Wochen, d.h. fast ein Fünftel eines Jahres, als eine Art erstes Jubiläum bezeichnen. Es gab keinen einzigen Tag, wo es keinen Beschuss gab. Im Vergleich zu den vorigen Wochen ist es jetzt ruhig. Das, was jetzt die Charkiwer meistens hören, ist die gute Arbeit unserer Verteidiger.


Charkiw. Chronik des Angriffs auf die Stadt, der 69. Tag (03.05.2022)

Tatsache ist, dass die Stadt weniger beschossen wird. Gleichzeitig ist der Beschuss jetzt unvorhersehbarer: es ist schwierig zu berechnen, wann und wohin gefeuert wird. Das Nord-Saltiwka ist traditionell unter Beschuss. Gleichzeitig aber gab es heute Treffer in den Gorki-Park und auf das Stadion Dynamo. Im Gorki-Park wurden zwei Personen verletzt.



Charkiw. Chronik des Angriffs auf die Stadt, der 67. Tag (01.05.2022)

Das einzige Stadtviertel, wo der Beschuss weiter dauert, ist Saltiwka, denn die raschisten halten Tsyrkuny sowie Rusjki und Tscherkasjki Tyschky unter Kontrolle. Die Stadtverwaltung wandte sich an die Saltiwka-Einwohner an, dass sie ihre Verstecke tagsüber möglichst nicht verlassen. Eine recht komplizierte Situation ist im Isjum-Bezirk des Charkiwer Gebiets.


Charkiw. Chronik des Angriffs auf die Stadt, der 66.Tag (30.04.2022)

April ist zu Ende. Über zwei Monate lang halten die ukrainischen Truppen die Abwehr. Die Quantität des moskowitischen Beschusses ist im Vergleich zu Freitag etwas gestiegen. Den intensivsten Beschuss gab es in der Nacht. So wurden in Nemyschla einige Lagerräume und ein Industriebetrieb beschossen. Den Brand nach dem Nachtbeschuss löschten die Feuerwehrleute bis zum Nachmittag.


Charkiw. Chronik des Angriffs auf die Stadt, der 58. Tag (22.04.2022)

Im Vergleich zum vorigen Tag ist die Beschussintensität höher. Wieder treffen Artilleriegeschosse Wohnhäuser, Märkte und Einkaufszentren. Der Beschuss begann am frühen Morgen, danach dauerte tagsüber relative Ruhe, bis die Aktivität der raschisten am Abend wieder stieg.




Charkiw. Chronik des Angriffs auf die Stadt, der 55. Tag (19.04.2022)

Noch ein alles andere als einfacher – wegen des intensiven moskowitischen Beschusses – Tag für Charkiw und seine Einwohner. Schon wieder ein Massenbeschuss eines Wohnviertels mit reaktiven Artilleriemitteln. Als Ergebnis – Tote und mehrere Verwundete. Doch Charkiw hält die Abwehr und lebt sein Leben weiter.



Charkiw. Chronik des Angriffs auf die Stadt, der 53. Tag (17.04.2022)

Noch ein schwieriger Tag für die Stadt und ihre Einwohner. Einerseits war der Beschuss weniger intensiv, dafür aber andererseits perfider und unberechenbarer. Heute gibt es wieder viele Tote und Verletzte. Es gibt auch erfreuliche Nachrichten: das Denkmal für den blutigen UdSSR-Marschall Zhukow ist abgebaut. Es gibt auch etwas Positives von der Charkiwer Front.



Charkiw. Chronik des Angriffs auf die Stadt, der 51. Tag (15.04.2022)

Merkwürdigerweise war die Beschussintensität an diesem Tag geringer, dafür die Geographie breiter. Am Morgen wurden der Park Sarzhyn Jar und einige Einfamilienhäuser in der Nähe beschossen. Sonst bleiben die Beschussziele dieselben – Saltiwka, Zhukowski-Siedlung, Pjatychatky, Oleksjiwka, Pawlowe Pole, Horizont und Traktorwerk.